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Tutorial MenueStoff- und WärmetransportLerneinheit 9 von 11

Eigenschaften von geschäumtem Polystyrol

Wärmeleitfähigkeit

Eines der klassischen Einsatzfelder von PS-E ist die Wärmedämmung. Die Dämmwirkung beruht zum größten Teil auf der geringen Wärmeleitfähigkeit der eingeschlossenen Luft. Nur ein geringer Teil der Wärme wird über die dünnen Zellwände geleitet. Zwar besitzt das Gerüstmaterial Polystyrol eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Luft, jedoch ist der prozentuale Anteil des Gerüstkunststoffes am Gesamtvolumen des Schaumstoffes sehr klein.

Tab.1
Wärmeleitfähigkeit λ in W/(m·K) bei 10 °C
Standard-PS 0,130
Luft 0,025

Bei PS-E mit einer Dichte von 30 kg/m³ beträgt dieser Volumenanteil nur ca. 3 %. Es sind die Wärmeleitung über die eingeschlossene Luft und die Wärmestrahlung, die die maßgeblichen Anteile am Wärmetransport besitzen.

Abb.1
Wärmeleitfähigkeit von PS-E in Abhängigkeit von der Dichte

Mit abnehmender Dichte des Schaumstoffs verringert sich zunächst auch dessen Wärmeleitfähigkeit, weil die Wärmeleitung über das Gerüstmaterial abnimmt. Nach Durchlaufen eines Minimums zwischen 30 und 50 kg/m³ nimmt die Wärmeleitfähigkeit dann jedoch wieder zu. Grund ist der zunehmende Wärmetransport durch Strahlung, da weniger Wandmaterial auch weniger Infrarotstrahlung absorbiert.

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