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Tutorial MenueKompaktkurs RektifikationLerneinheit 3 von 6

Auslegung von Trennkolonnen

Einführung in die Auslegung von Trennkolonnen

Zur Trennung von Gemischen werden in der Regel Verfahren mit einer größeren Anzahl an Trennstufen verwendet, da hiermit eine größere Reinheit erzielt werden kann als mit einstufigen Verfahren. Zur Auslegung solcher mehrstufiger Trennverfahren geht man entweder vom Konzept der idealen Trennstufe oder vom Konzept der Übertragungseinheit aus.

Beim Konzept der idealen Trennstufe geht man von einer genügend langen Kontaktzeit der Dampf- und Flüssigphase auf jedem Boden aus, so dass sich das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Phasen vollständig einstellen kann. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass sich die beiden Phasen nach dem Kontakt noch sauber voneinander trennen lassen. Damit wird auf jedem Boden eine nach dem Gleichgewicht maximal mögliche Trennung erreicht. Um hier den Übergang zur real möglichen Trennung zu erreichen, bei der in der Regel keine vollständige Gleichgewichtseinstellung auf dem Boden erreicht wird, kann z.B. ein Bodenwirkungsgrad eingeführt werden.

Während das Konzept der idealen Trennstufe in der Regel für Bodenkolonnen angewendet wird, kommt das Konzept der Übertragungseinheit bei der Auslegung von Packungskolonnen zum Einsatz. Hierbei wird von einem kontinuierlichen Stoffaustausch ausgegangen. Zur Ermittlung der benötigen Schütthöhe werden Stofftransportgleichungen, z.B. die der Filmtheorie, herangezogen.

Vertiefung: Heuristische Regeln zur Auswahl der Rektifikationssequenz

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