zum Directory-modus

Tutorial MenueKompaktkurs RektifikationLerneinheit 4 von 6

Rektifikation: Funktion und Aufbau von Rektifikationsanlagen

Diskontinuierliche Rektifikation

Typische Anwendungsgebiete der diskontinuierlichen Rektifikation liegen vor, wenn

  • das Gemisch unregelmäßig anfällt,
  • nur geringe Mengen anfallen (Sammlung bis die Mengen ausreichen),
  • starke Änderung der Gemischzusammensetzung auftreten,
  • unterschiedliche Gemische nacheinander in einer Anlage getrennt werden sollen.

Bei einem diskontinuierlichen Trennprozess wird das gesamte zu trennende Gemisch in der Blase vorgelegt und erhitzt. Die Komponenten des Gemisches verdampfen und der Dampf wird über die Kolonne gegeben. Am Kopf der Kolonne wird der Dampf wieder kondensiert. Ein Teil des Kondensats wird in die Kolonne zurückgegeben, der Rest als Produkt abgeführt. Beim Zurückführen eines Teilstroms wird der aufsteigende Dampf durch die Kolonneneinbauten mit der herabfließenden Flüssigkeit in Kontakt gebracht. Hierdurch wird die Trennleistung in der Kolonne erhöht.

Die Nachteile der diskontinuierlichen Rektifikation sind:

  • hohe thermische Belastung aller Komponenten, da alle Komponenten in der Blase mit den Heizflächen in Kontakt kommen
  • der hohe Flüssigkeitsgehalt in der Säule führt zu höheren Drücken am Kolonnenfuß (Blase), was zu einer höheren benötigten Temperatur in der Blase führt
  • lange Verweilzeit der Komponenten in der Blase
  • hoher Anfall an nicht getrenntem Gemisch, da die Kolonne am Ende des Trennprozesses mit einem Flüssigkeits-Dampf-Gemisch gefüllt ist (Hold-up) und auch die Heizfläche der Blase nicht trockenlaufen darf

Anschauliches: Animation eines diskontinuierlichen Rektifikationsprozesses

Vertiefung: Einfluss des Rücklaufverhältnisses

Seite 5 von 12