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Tutorial MenueKompaktkurs Makromolekulare Chemie am Beispiel von PolystyrolLerneinheit 6 von 6

Industrielle Verarbeitung von Polymeren

Verarbeitung von Polymeren

Polymere sind aufgrund ihres geringen Gewichtes, ihrer geringen Kosten bei der Produktion, ihrer Härte und ihrer Korrosionsbeständigkeit zu einem weit verbreiteten Material geworden. Zudem sind sie leicht und schnell zu verarbeiten. Damit aus einem Monomer, Prä- oder Rohpolymer erfolgreich ein Produkt hergestellt werden kann, müssen allerdings dessen physikalische und chemische Eigenschaften wie auch die speziellen, hierfür erforderlichen Prozesse beachtet werden. So sind die meisten Reaktionen abhängig von der Temperatur. Um vollständigen Umsatz zu erreichen, muss erhitzt werden. Zudem sind die Reaktionsmischungen reale Fluide. Daher ist die Viskosität von der Scherkraft, also der Art und Geschwindigkeit des Rührers, abhängig.

Verarbeitung umfasst alle Arbeitsgänge, die notwendig sind, um aus einem Kunststoffrohstoff ein Produkt herzustellen. Die kunststoffverarbeitende Industrie erhält im Regelfall das Polymer als Granulat. Sie zerkleinert dieses, falls notwendig, mischt es mit Zuschlagstoffen (Licht-, Wärmestabilisatoren, Gleitmitteln, Weichmachern, Pigmenten, Füllstoffen), plastifiziert, homogenisiert, granuliert gegebenenfalls und formt letztendlich das Produkt. Eine Ausnahme stellt z.B. Polyurethan dar. Da dieses im Nachhinein nicht mehr bearbeitet werden kann, muss es während der Reaktion in seine endgültige Form gebracht werden.

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