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Tutorial MenueKompaktkurs KatalyseLerneinheit 6 von 6

Einsatz saurer Katalysatoren

Ethylbenzol-Herstellung durch Gasphasen-Alkylierung

Die Gasphasenalkylierung wird seit 1940 durchgeführt, doch waren die Gasphasenprozesse lange nicht in der Lage mit den Flüssigphasen-AlCl3-Prozessen zu konkurrieren.

In verschiedenen Verfahren wird Benzol bei etwa 300 °C und 40-65 bar mit Ethylen an sauren Trägerkatalysatoren wie Al2O3•SiO2 (Koppers) oder H3PO4/SiO2 (UOP) umgesetzt.

Um die bei diesen Reaktionstemperaturen begünstigte Weiteralkylierung des gebildeten Ethylbenzols zu Polyethylbenzolen zu verhindern, müssen sehr geringe Verhältnisse von Ethylen : Benzol verwendet werden (etwa 0,2). Ein weiterer Nachteil ist, dass diese Katalysatoren für eine Umalkylierung nicht verwendbar sind.

Erst der in den fünfziger Jahren entwickelte Alkar-Prozess und das in den siebziger Jahren entwickelte Mobil-Badger-Verfahren machten den Gasphasen-Prozess gegenüber den Flüssigphasen-Prozessen wirtschaftlich konkurrenzfähig.

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