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Tutorial MenueKompaktkurs AdsorptionLerneinheit 3 von 4

Anwendungen der Adsorption

Adsorptionsrad

Das Adsorptionsrad wurde von der Firma Eisenmann entwickelt, um die durch die verschärfte Umweltschutzgesetzgebung immer häufiger geforderte Entsorgung auch extrem gering belasteter Abluftströme zu ermöglichen.

Abb.1
Adsorptionsrad
mit freundlicher Genehmigung der Firma Eisenmann

Beim Adsorptionsrad wird die zu reinigende Abluft auf einem Weg von nur 30 bis 50 cm über das Adsorptionsmittel (meist Aktivkohle) geführt. Dieses ist zwangsläufig schnell erschöpft und muss daher sehr viel häufiger als bei Festbettadsorbern regeneriert werden. Da die Lösemittel aber nur sehr geringe Wege im Adsorptionsmittel zurückgelegt haben, kann auch die Desorption in sehr kurzer Zeit erfolgen. Üblicherweise liegt die Adsorptionsphase solcher Räder bei ca. 20 bis 60 min, während die Desorptionszeit ca. 2 bis 6 min beträgt.

Zur Desorption wird meist Heißluft mit ca. 373-393 K eingesetzt. Der Luftstrom fällt nach abgeschlossener Desorption mit etwa 10facher Beladung, aber nur ca. einem Zehntel an Volumen des ursprünglich zu entsorgenden Abluftstroms an. Dieser aufkonzentrierte und minimierte Luftstrom wird dann zur Entsorgung einer Verbrennung mit Wärmerückgewinnung oder einer Kondensation mit Lösemittelrückgewinnung zugeführt.

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