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Tutorial MenueKompaktkurs AdsorptionLerneinheit 3 von 4

Anwendungen der Adsorption

Abluftreinigung

Die Reinigung von Abgasen durch Adsorption ist vor allem dann den anderen Abgasreinigungsverfahren, z.B. Gaswäsche, vorzuziehen, wenn die Verunreinigungen im Abgas, gemessen an der Gesamtabluftmenge, nur in geringen Konzentrationen vorliegen. Außerdem ist die Rückgewinnung der Verunreinigungen als Wertstoff (z.B. Lösungsmittel oder ein Reichgas von Schwefeldioxid) durch die adsorptive Gasreinigung relativ einfach zu erreichen.

Da bei der Abgasreinigung oftmals unpolare, organische Komponenten, z.B. Lösungsmittel oder Geruchsstoffe, adsorbiert werden, sind Adsorbentien auf Kohlenstoff-Basis (Aktivkohle, Aktivkoks), die ein hydrophobes Verhalten aufweisen, besonders geeignet. Weitere zur Abgasreinigung verwendete Adsorbentien sind Zeolithe zur Feinentschwefelung von Gasen und für verschiedene andere Anwendungsbereiche feinkörniges Aluminiumoxid zur Reinigung von Abgasen der Aluminiumelektrolyse.

Die Trennung wird bei allen Adsorbentien durch die unterschiedlichen Wechselwirkungen zwischen den Gaskomponenten und dem Adsorbens hervorgerufen (Gleichgewichtseffekt). Die adsorptive Gasreinigung wird sowohl in Festbetten als auch in Wanderbetten und Wirbelschichten durchgeführt, wobei unterschiedlich apparative Ausführungen angewandt werden.

Im Gegensatz zur Trennung von Gasen wird bei der Gasreinigung meistens mit der Temperaturwechseltechnik gearbeitet. Durch die höheren Adsorptionsenergien der angelagerten Gaskomponenten ist die Regeneration des Adsorbens durch Druckabsenkung oder Evakuierung nicht mehr wirtschaftlich. Die hohe Restbeladung und die auf dem Adsorptionsmittel fest gebundenen Komponenten führen nach einiger Zeit zum Verlust der Adsorptionskapazität; durch die Spülung mit heißen Medien kann dies vermieden werden.

Vertiefung: Fließschema einer Adsorptionsanlage zur Reinigung von Abgasen

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