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Tutorial MenueKompaktkurs AdsorptionLerneinheit 3 von 4

Anwendungen der Adsorption

Anwendungen der Adsorption

Die technische Nutzung der Adsorption ist im Allgemeinen nur möglich, wenn man die adsorptiv gebundenen Komponenten in einem zweiten Schritt, der Desorption, unter günstigen Bedingungen wieder von der Oberfläche des Feststoffes entfernen kann.

Die große Attraktivität der Adsorption ergibt sich aus den folgenden Gründen:

  1. Die Adsorption kann bei Umgebungstemperatur erfolgen, aber auch bei der von einem vorgeschalteten Prozess vorgegebenen Temperatur, also immer unter energetisch besonders günstigen Bedingungen.
  2. Die Adsorption ist auch für sehr geringe Konzentrationen des Adsorptivs im Gemisch geeignet, wo andere Verfahren energetisch ungünstig sind.
  3. Durch Adsorption lassen sich sowohl eine einzelne Komponente als auch ein Gemisch von Komponenten abtrennen. Die abgetrennten Komponenten lassen sich durch die Wahl der Desorptionsbedingungen ebenfalls separieren.
  4. Die Adsorption lässt sich durch gezielte Behandlung der Adsorbentien günstig beeinflussen.
  5. Die Adsorption kann eingesetzt werden, wenn andere Trennverfahren aufgrund ungünstiger Trennfaktoren nicht angewandt werden können.

Die Adsorption findet deshalb heute breite Anwendung. Typische Anwendungsbeispiele sind die Abtrennung von organischen Stoffen wie Lösungsmitteln und Geruchsstoffen aus Abluft und Abgasen, von Wasserdampf aus Gasgemischen (Trocknung), von anorganischen Stoffen wie Schwefeldioxid und Stickoxiden aus Abgasen (Luftreinhaltung). Ein sehr großes Anwendungsgebiet ist auch die Gastrennung (z.B. bei der Wasserstoffproduktion). Anwendung findet die Adsorption außerdem bei der Aufbereitung von Trinkwasser und der Reinigung von Abwässern.

Adsorptionsverfahren werden zur Gewinnung von Sauerstoff, Stickstoff und Edelgasen aus Luft, als Alternative zu der sehr teuren Tieftemperatur-Rektifikation der Luft, eingesetzt.

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