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Tutorial MenueHomogene KatalyseLerneinheit 7 von 12

Hydrocyanierung, -silylierung und -aminierung

Hydrocyanierung

Die Hydrocyanierung von Olefinen gemäß folgendem Schema ergibt Nitrile:

Die Regioselektivität der HCN-Addition (Markovnikov- vs. Anti-Markovnikov-Addition) hängt vom Katalysator ab. So liefert [Co2(CO)8] als Präkatalysator bevorzugt verzweigte Nitrile, während mit [Ni{P(OR)3}4] terminale Nitrile erhalten werden. Der Mechanismus entspricht in den Grundzügen dem im Zyklus auf der vorherigen Einführungsseite (H-X = H-CN).

Lewis-Säuren (AlCl3, ZnCl2, BPh3...) sind Promotoren. Nickel(0)-Katalysatoren werden desaktiviert, wenn keine reduktive Eliminierung des Alkylnitrils erfolgt, sondern durch erneute Reaktion mit HCN Dicyanokomplexe gebildet werden. Diese Reaktion erfordert eine freie Koordinationsstelle am Nickel und wird folglich durch die Anwesenheit von Phosphit als Konkurrenzdonor zurückgedrängt.

Die zweifache Hydrocyanierung von Butadien führt zu Adiponitril. Nach einem bei DuPont entwickelten Verfahren mit Phosphit-Nickel(0)-Katalysatoren wird der überwiegende Teil der Weltproduktion an Adiponitril hergestellt. Adiponitril ist ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Synthese von Nylon-6,6.

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