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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 1 von 4

Pflanzengentechnik

Ballistische Verfahren

Das direkte Einbringen von DNA in Zellen kann nicht nur durch biologische, sondern auch durch physikalische Mittel realisiert werden.

1985 wurde eine Technik entwickelt, die DNA mit Hilfe einer Genkanone in die Pflanzenzellen einbringt: kleine Metallkügelchen (Wolfram oder Gold) mit einem Durchmesser von 1-4 µm werden mit DNA beschichtet und mit der Genkanone, die wie ein Schrotgewehr funktioniert, abgeschossen. Zielobjekte sind z.B. Suspensionskulturen embryonaler Zellen, Blätter und Kalli. Um die Wände der Pflanzenzellen zu durchdringen, wird eine hohe Geschwindigkeit benötigt; etwa 430 m/s Zellen, die sich in der direkten Schusslinie befinden, werden dabei abgetötet, während Zellen außerhalb des Zentrums das Eindringen aufgrund der geringen Größe der Metallkügelchen überleben. Die so in die Zelle eingebrachten DNA-Moleküle können in das Pflanzengenom integriert werden.

Mit dieser Methode können auch transgene Organellen (Chloroplasten und Mitochondrien) erzeugt werden. Einige Kulturpflanzen wurden bereits mit dieser Methode transformiert; 1992 gelang z.B. erstmalig die Transformation von Weizen.

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