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Pflanzengentechnik

Gentechnik

Die Gentechnik ist ein Teilbereich der Biotechnologie. Man versteht darunter die Summe aller Methoden zur Isolierung, Charakterisierung, gezielten Veränderung und Übertragung von Erbgut. Gentechnische Methoden ermöglichen den genetischen Austausch zwischen völlig unterschiedlichen - auch biologisch weit entfernten - Organismen, der in der konventionellen Züchtung aufgrund von Artschranken nicht möglich ist.

Gentechnisch veränderte Organismen
Gentechnisch verändert ist ein Organismus, dessen genetisches Material in einer Weise verändert worden ist, wie sie unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt (Art. 2 der europäischen Freisetzungs- Richtlinie (2001/18/EG)).

Die bei Pflanzen angewandte Gentechnik wird auch grüne Gentechnik genannt. Im Gegensatz dazu heißt die Gentechnik bei Mensch und Tier rote Gentechnik.

Durch die Gentechnik wird es dem Pflanzenzüchter möglich, Gene für wünschenswerte Merkmale zu identifizieren und zu klonieren. Diese Gene werden in bereits vorhandene Pflanzensorten eingebracht. Transgene Pflanzen, die ein Gen exprimieren, können direkt selektiert werden. Das Verfahren geht viel schneller vonstatten als bei der klassischen Pflanzenzüchtung.

Die Pflanzengentechnik hat sich in den letzten Jahren sehr schnell entwickelt. 1984 wurde zum ersten Mal eine Arbeitsmethode publiziert, die es mögliche machte, fremde DNA in ein Pflanzengenom zu integrieren. Durch das Einbringen der Fremd-DNA kann die Proteinausstattung der Pflanze gezielt verändert werden. Heute sind bereits viele etablierte Verfahren zur Transformation von Pflanzen entwickelt worden. In der Landwirtschaft werden bereits zahlreiche transgene Agrarpflanzen angebaut. Die Methoden der Pflanzengentechnik werden in den entsprechenden Kapiteln vorgestellt.

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