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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 1 von 4

Pflanzengentechnik

Mais

Der Mais (Zea mays) gehört zur Familie der Gramineae und ist eine einjährige C4-Pflanze, die hohe Temperaturansprüche stellt. Aufgrund dessen stellt die Kältetoleranz neben der Frühreife und der Ertragssteigerung eines der Ziele in der Maiszüchtung dar. Als Hauptnahrungsmittel des Menschen spielt Mais eine große Rolle in der Wirtschaft.

Abb.1
Maispflanzen

Mit Hilfe der Gentechnik versucht man einen der bedeutsamsten Schädlinge im Maisanbau zu bekämpfen, den Maiszünsler Ostrinia nubilalis. Die Raupen dieses Falters rufen durch den Fraß an den Blättern, den Stängeln und Kolbenspindeln unterschiedliche Schädigungen hervor: beeinträchtigte Ernährung der Pflanze, Umbrechen der Stängel und Fäulnis von Stängel und Kolben.

Zur Bekämpfung des Maiszünslers ist in Europa seit 1997 gentechnisch veränderter Mais (Bt-Mais) zugelassen. 1987 wurden mit den Toxingenen die ersten erfolgreichen Transformationen in Tomaten und Tabak erzielt, bis 1998 sind mindestens 10 Toxingene in viele verschiedene Kulturpflanzen integriert worden. In das Genom der Pflanzen wurde die genetische Information zur Produktion von Bt-Toxin eingebaut. Das Bt-Toxin ist ein Protein mit insektenpathogener Wirkung, das von dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis gebildet wird. Von verschiedenen Bakterienstämmen werden unterschiedliche Bt-Proteine produziert, die in ihrer toxischen Wirkung eine Spezifität gegenüber bestimmten Insekten aufweisen. Für den Menschen sind die Bt-Proteine atoxisch. Die mit den Genen für Bt-Proteine transformierten Pflanzen weisen eine geringe Produktion des für Insekten giftigen Bt-Proteins auf, dennoch sind die transgenen Pflanzen ausreichend vor Insektenfraß geschützt.

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