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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 1 von 4

Pflanzengentechnik

Biologische Sicherheitsbedenken

Kritiker und Gegner der Gentechnik sowie Naturschützer befürchten Auswirkungen der Gentechnik auf Mensch und Natur. Bisher wurden noch keine Langzeitversuche mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln gemacht, so dass der Einfluss auf die Gesundheit des Menschen noch nicht ausreichend aufgeklärt ist.

Fremdeiweiße, die eine transgene Pflanze produziert, können beim Menschen möglicherweise Allergien auslösen. Für die gentechnisch veränderte Sojapflanze wurde dieses bereits nachgewiesen: hier wurde ein Gen der Paranuss übertragen, dessen Produkt bekanntlich bei manchen Menschen Allergien auslöst. Diese gentechnisch veränderten Sojabohnen gelangten nicht auf den Markt.

Der gentechnisch veränderte Mais ist kein allergenes Lebensmittel. Das Bt-Eiweiss und das Herbizid-Toleranz-Eiweiss, die der Bt-Mais beide bildet, wurden von Mensch und Tier schon immer mit ungekochtem Gemüse oder mit Salaten aufgenommen. Probleme könnten sich ergeben, wenn durch ungewohnte Beziehungen zwischen neukombinierten Genen ein unerwünschter Inhaltsstoff oder ein Toxin vermehrt gebildet werden.

Ein weiterer Punkt ist der ethische Aspekt: ist es ethisch zulässig, direkt in die Schöpfung einzugreifen, sie zu verändern und zu manipulieren? Viele Menschen fürchten sich vor dem Gedanken, dass durch die Gentechnik das Naturgesetz der Artgrenze, die durch die Manipulationen überschritten wird, keinen Bestand mehr hat.

Ebenso gibt es Bedenken, dass die eingebrachte Antibiotikaresistenz, die allein der Erfolgskontrolle im Labor dient, von den Pflanzen auf pathogene Bakterien übertragen werden könnte. Der Weg der Resistenz ginge über Nahrungsmittel und Tierfutter in den Darm des Menschen, wo Darmbakterien die Antibiotikaresistenz erwerben könnten. Gelängen nun Krankheitserreger in den Darm, könnten sie die Resistenz von den harmlosen Darmbewohnern übernehmen und nicht mehr bekämpft werden.

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