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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 3 von 4

Chemischer Pflanzenschutz

Die Bekämpfung von Pflanzenviren

Abb.1
Tabakmosaikvirus

Auch Viren und Viroide können Pflanzen befallen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und bestehen nur aus Nucleinsäure (DNA bzw. RNA) und Hüllproteinen. Um sich fortzupflanzen, müssen sie eine Wirtszelle finden und diese infizieren. Die Virus-DNA infiltriert das Zellgenom, so dass die Zelle dann Enzyme für die Proteinbiosynthese und die Replikation des Virus bereitstellt. Bei einem RNA-Virus wird zuvor noch ein DNA-Strang gebildet. Am Ende des Vermehrungszyklus steht in der Regel die Auflösung der Zelle und damit die Freisetzung neuer Viruspartikel (Virionen).

Das Tabakmosaikvirus (TMV) ist wohl das bekannteste Pflanzenvirus. Es ist ein Einzelstrang-RNA-Virus, das vor allem die Tabakpflanze und andere Nachtschattengewächse befällt. Eine Bekämpfung mit chemischen Mitteln ist nicht möglich, eine infizierte Pflanze kann auch nicht geheilt werden. Pflanzen können auf die Infektion aber mit einer Überempfindlichkeitsreaktion antworten. Dadurch stirbt im Bereich des Infektionsherdes das Gewebe lokal begrenzt ab, so dass sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann. Die abgestorbenen Bereiche nennt man Nekrosen, sie bilden bestimmte Muster und sind deshalb auch verantwortlich für die Namensgebung des TMV.

Um Ernteverluste zu vermeiden, greifen nur präventive Maßnahmen wie beispielsweise die Isolierung befallener Pflanzen. So wird eine weitere Ausbreitung des Virus verhindert.

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