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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 3 von 4

Chemischer Pflanzenschutz

Probleme im chemischen Pflanzenschutz

Düngung, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung sind für die Landwirtschaft notwendig. Die hier vorgestellten Methoden sind zwar sehr effektiv, zeigen aber alle dasselbe Problem - der Mensch greift in die Natur ein und beeinflusst Ökosysteme mit Industriechemikalien. Es befinden sich damit Substanzen in der Umwelt, die die Natur nicht kennt. Die Chemikalien greifen in das natürliche Gleichgewicht ein. Viele sind nur schwer abbaubar, einige haben dosisabhängige, unerwünschte Wirkungen auf die Lebewesen, die sie mit der Nahrung aufnehmen. Über das Grundwasser gelangen die Chemikalien in die Nahrungskette. Das inwischen nicht mehr zugelassene Insektizid DDT ist ein Beispiele hierfür.

Ein anderes Insektenvernichtungsmittel hat indirekt zur Enstehung von Problemen für den Menschen geführt - Lindan. Bei dessen Produktion entsteht Dioxin, das z.B. 1999 in Belgien und 2003 in Deutschland Futtermittelskandale auslöste und die Vernichtung tausender Hühner und Schweine notwendig machte.

Abb.1
Lindan
Abb.2
Dioxin 2,3,7,8-TCDD

Lindan

Dioxin

Ein wichtiges Problem beim Einsatz von Insektiziden ist die Störung des ökologischen Gleichgewichts. Sekundäre Schädlinge, die vor dem Gebrauch von Insektiziden lediglich von untergeordneter Bedeutung waren, kommen zum Zuge, da sie ihrer natürlichen Feinde beraubt wurden und sich ungehindert vermehren können.

Wissenschaftler in privaten und staatlichen Forschungsinstituten ebenso wie in der Industrie bemühen sich, Alternativen für die problematischen chemischen Substanzen zu finden. Neue Derivate und Wirkstoffe, verbessere Züchtungen, integrierter Pflanzenschutz und die umstrittene "grüne" Gentechnik sollen die Nutzpflanzen schützen, um zukünftig auf immer kleiner werdenden Anbauflächen immer mehr Menschen zu ernähren.

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