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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 3 von 4

Chemischer Pflanzenschutz

Herbizide

Konkurrenzpflanzen ("Unkräuter") sind oft ein erhebliches Problem auf den ertragsorientierten landwirtschaftlichen Feldern. Sie nehmen den Nutzpflanzen Nährstoffe, Licht und Wasser, reduzieren den Ertrag und erschweren eine maschinelle Ernte. Das traditionelle Jäten von Unkräutern ist in der Landwirtschaft auf ihren weitläufigen Anbauflächen heute nicht mehr praktikabel. Seit den 1840er Jahren werden die Konkurrenzpflanzen mit Chemikalien bekämpft, den so genannten Herbiziden (von lat. herbum, "Pflanze" und caedere, "töten"). Man unterscheidet zwischen:

  • Totalherbiziden, die eine Vernichtung der gesamten Vegetation bewirken,
  • Semitotalherbiziden, gegen die nur verholzte Pflanzen einigermaßen resistent sind, und
  • selektiven Herbiziden, die nur auf die unerwüschten Konkurrenzpflanzen wirken.

Die jeweiligen Herbizide können in weitere Klassen unterteilt werden:

  • systemische (Verteilung in der gesamten Pflanze) und nicht-systemische Herbizide,
  • Boden-Herbizide (Aufnahme über Wurzeln), Blatt-Herbizide (Aufnahme über Blätter) und Kontakt-Herbizide (Aufnahme bei Berührung),
  • anorganische und organische Herbizide.

Schädlingstypen

  • ausdauernde Geophyten (Pflanzen mit unterirdischen regenerationsfähigen Wurzelstöcken), z.B. Ackerwinde, Ackerkratzdistel
  • einjährige Getreideunkräuter, z.B. Klatschmohn, Konrade, Kornblume

Viele Getreideunkräuter sind mittlerweile derart intensiv bekämpft worden, dass sie heute zur Erhaltung der Arten und des ökologischen Gleichgewichts geschützt werden müssen.

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