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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 4 von 4

Pflanzenzucht und biologischer Pflanzenschutz

Ziele am Beispiel der Kartoffel

Die Ziele der Pflanzenzüchtung sind weit gefächert. Hier sollen sie am Beispiel der Kartoffelpflanze erläutert werden.

  • hoher Stärke-Ertrag
  • hohe Lagerfestigkeit
  • auf die Verwendung hin angepasste Form, z.B. längliche Kartoffeln für Chips und Pommes Frites
  • spezifische Erntezeiten: früh, mittelfrüh, spät
  • spezifische Kocheigenschaften: mehlig, festkochend
  • auf die Verwendung hin orientierte Inhaltsstoffzusammensetzung, möglichst wenig Störstoffe
  • Resistenz gegen Viren, Pilze, Bakterien (insbesondere Kraut- und Knollenfäule) und gegen Umwelteinflüsse wie Frost, Trockenheit
Abb.1
Abb.2

Diese Ziele lassen sich im Prinzip auf jede andere Nutzpflanze übertragen. Dabei müssen nur jeweils andere Inhaltsstoffe und Verwendungszwecke berücksichtigt werden.

Allgemein kann man sagen, dass die Pflanzen vor allem gegen Herbizide resistent gemacht werden sollen, damit bei deren Einsatz nur die unerwünschten Konkurrenzpflanzen vernichtet werden. Auch eine Verbesserung der Inhaltsstoffe, beispielsweise die Anreicherung von Eisen und Vitaminen in den Pflanzen oder den Früchten, ist ein Ziel. Des Weiteren kann man den Anbau selbst durch die Züchtung von Salz-, Säure- oder Schwermetall-Toleranzen oder eine verbesserte Nährstoffaufnahme und -verwertung weniger abhängig von den Bodenverhältnissen machen.

Neben der Kartoffelzüchtung gibt es weitere Beispiele für die Züchtung wichtiger Kulturpflanzen. Dazu zählen die Tomate und Getreide, insbesondere der Mais und der Weizen.

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