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Tutorial MenuePflanzengentechnikLerneinheit 4 von 4

Pflanzenzucht und biologischer Pflanzenschutz

Die Züchtung der Tomate

Die Tomate (Lycopersicon esculentum) ist eine alte südamerikanische Kulturpflanze, die zur Familie der Solanaceae (Nachtschattengewächse) gehört. Die weit verbreiteten Wildformen tragen kleine Früchte mit dünner Außenhaut, wenig Fruchtfleisch und vielen Samen. Die einheimischen Indianer der Küstenregionen Perus führten vermutlich durch Selektion Mutationen mit großen Früchten in die Kultivierung ein. Nach der Entdeckung Amerikas kam die Tomate zunächst als Zierpflanze nach Europa, wurde aber erst nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Pflanze von weltweiter ökonomischer Bedeutung.

Heute gibt es Varianten mit runden, ei- und birnenförmigen Früchten von unterschiedlicher Größe. Nach der Reifung können sie rot oder gelb gefärbt sein. Die Kulturpflanzen der Tomate besitzen oft eine vermehrte Zahl von Fruchtblättern. Hybrid-Varianten treten immer häufiger auf.

Die wichtigsten Ziele bei der Züchtung der Tomate sind: Zunahme des Ertrags, Verfeinerung der Fruchtqualität und Widerstandsfähigkeit gegen virale, bakterielle und Pilzinfektionen sowie Nematoden (Fadenwürmer). Gewollt sind außerdem Varianten mit gleichmäßiger Reifung der Früchte. Für die Produktion von Tomatenmark sind große vielzellige Früchte mit einem hohen Trockenmassegehalt erwünscht.

Abb.1
Abb.2
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