zum Directory-modus

Tutorial MenueNucleinsäurenLerneinheit 3 von 3

DNA-Strukturen

Centromer

Das Centromer ist eine Struktur, die wir während der Mitose noch im Lichtmikroskop auflösen können. Es ist eine auffällig kondensierte Struktur etwa in der Mitte jedes Chromosoms. Am Centromer binden die Proteine des Spindelapparats und sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Chromosomen bei der Zellteilung.

Bei der Bäckerhefe (Sacharomyces cerevisiae, einem beliebten Modellsystem für Eukaryonten) genügen AT-reiche Sequenzen von etwa 150 Basenpaaren Ausdehnung. Bei höheren Eukaryonten besteht das Centromer aus zahlreichen Wiederholungen solcher AT-reicher Sequenzen von jeweils 171 Basenpaaren Ausdehnung. Sie können bis zu mehreren Millionen Basenpaaren beinhalten. Bei Säugetieren kann die Centromer-DNA bis 2 % der gesamten DNA ausmachen.

Jede dieser Wiederholungen (so genannte α- Satelliten) binden spezifisch Proteine, die die Basis für das Kinetochor bilden, also für die Proteine und Mikrotubuli, die für die Bewegung, nämlich das Auseinanderdriften der beiden Schwesterchromatiden während der Mitose sorgen. Ohne das Centromer kann keine gleichmäßige Verteilung erfolgen. Ungleichmäßige Verteilung führt zu schweren Erbkrankheiten.

Seite 25 von 32