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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 19 von 19

Chemie für Mediziner: Vitamine und Coenzyme

Vitamin K: Phyllochinon

Abb.1
Vitamin K1 (Phyllochinon)
Abb.2
K2-Vitamine (n = 3-12)
Abb.3
Vitamin K3 (Menadion)

Phyllochinone gehören, wie auch die Vitamine A, D und E, zu den Isoprenoiden, die der tierische Organismus nicht selbst aufbauen kann, aber für den Stoffwechsel benötigt. Sie gehören zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Phyllochinone sind eine Gruppe mehrerer Substanzen: Phyllochinon (Vitamin K1) und Menachonin (Vitamin K2) kommen natürlich vor, Menadion (Vitamin K3), Hydroxychinon (Vitamin K4) und andere Derivate sind synthetische Produkte. Vitamin K wird vor allem bei der Blutgerinnung benötigt. Ein Vitaminmangel führt daher vor allem zu einer Verlängerung der Gerinnungsdauer.

Vitamin K1 kommt hauptsächlich in grünen Pflanzen (z.B. Luzerne, Brennesseln und Früchten) vor, wohingegen Vitamin K2 ein Stoffwechselprodukt einiger Darmbakterien ist. Deshalb ist eine Hypovitaminose bei einem Erwachsenen nahezu ausgeschlossen. Zu einer Unterversorgung kann es nach oraler Gabe von Antibiotika kommen (Wachstumshemmung der Vitamin K liefernden Darmbakterien); dies passiert aber nur bei gleichzeitiger Mangelernährung. Wie bei anderen fettlöslichen Vitaminen auch, kann es es bei einer intestinalen Fettresorptionsstörung (z.B. bei Gallengangsverschluss) zu Mangelerscheinungen kommen.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen über dieses Vitamin finden Sie in der Lerneinheit "Vitamin K".

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