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Chemie für Mediziner: Vitamine und Coenzyme

Vitamin D: Calciferol

Abb.1
Strukturformel von Calciol
Abb.2
Strukturformel von Ergocalciol

Die aktive Form der Calciferole ist das Calcitriol. Calcitriol reguliert zusammen mit Calcitonin und Parathormon den Calcium- und Phosphat-Stoffwechsel, es wirkt als Hormon. Calcitriol entsteht durch Hydroxylierung aus Calciol (Cholecalciferol, Vitamin D3) oder Ergocalciol (Ergocalciferol, Vitamin D2). Im menschlichen Organismus werden Ergocalciol aus Ergosterol (kommt in Hefe und einigen Pflanzen vor) und Calciol aus 7-Dehydro-cholesterol synthetisiert. Da 7-Dehydro-cholesterol aus Cholesterol hergestellt werden kann, handelt es sich bei Calciferol nicht um ein Vitamin im eigentlichen Sinne. Bei unzureichender UV-Einstrahlung treten jedoch Avitaminosen auf: Rachitis bzw. Osteomalazie.

Vitamin D und seine Provitamine sind lipophil und werden normalerweise leicht resorbiert. Da das Vitamin im Körper gespeichert wird, kommt es bei (erheblicher) Überdosierung zu einer Hypervitaminose, die zu vermehrter Calcium-Freisetzung führt. Sie äußert sich in Nephrokalzinose (Ablagerung von Calcium-Salzen in den Tubulusepithelien und dem Nierengewebe), Kopf- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche und Verdauungsstörungen; es können sich Nierensteine bilden.

Weiterführende Informationen

D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr von Vitamin D (1. Auflage, 4. korrigierter Nachdruck 2012)

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