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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 19 von 19

Chemie für Mediziner: Vitamine und Coenzyme

Coenzym A

Abb.1
Coenzym A

Coenzym A und Acyl-Carrier-Proteine enthalten zwei biogene Amine: Cysteamin und β-Alanin. Acyl-Carrier-Proteine sind zentraler Bestandteil des Fettsäure-Synthetase-Komplexes. Coenzym A erfüllt im katabolen und anabolen Stoffwechsel wichtige Funktionen, insbesondere bei der Aktivierung, Umwandlung und Übertragung von Acyl-Gruppen. Die Carbonsäure-Derivate werden dabei an die HS-Gruppe des Cysteamin-Restes gebunden. Man bezeichnet die CoA-Thioester daher als "aktivierte" Säure-Derivate, beispielsweise Acetyl-Coenzym A (AcCoA, CH3-CO~S-CoA) als "aktivierte Essigsäure".

Dreidimensionale Struktur von Acetyl-CoA

Coenzym A und Acyl-Carrier-Protein besitzen einen Cysteamin-Rest, daran gebunden die Pantothensäure (bestehend aus β-Alanin und Pantoinsäure). Über zwei Phosphat-Reste ist diese Gruppe an einen Adenosin-Rest (bei Coenzym A) bzw. über einen Phosphat-Rest an ein Serin der Carrier-Proteinkette gebunden.

Akronyme

Biochemie
In der Biochemie wird meist das Akronym CoA für das ganze Molekül Conezym A verwendet.
Chemie
In der Chemie bietet sich hingegen CoA-SH als Akronym an, da hiermit Bindungsverhältnisse besser verständlich gemacht und Reaktionsgleichungen korrekt ausgeglichen werden können.
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