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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 9 von 19

Chemie für Mediziner: Redox-Reaktionen

Reversibilität von Redox-Teilprozessen

Betrachten wir nun zwei Reaktionen genauer: die Knallgasreaktion, bei der Wasserstoff und Sauerstoff miteinander reagieren, wobei Wasser entsteht, und die Reaktion von Zink in Salzsäure. Beide Reaktionen können in die Oxidations- und Reduktionsteilreaktion aufgespalten werden:

Tab.1
Gesamtreaktion 2 H2 + O2 → 2 H2O Zn + 2 HClZnCl2 + H2
Oxidation 2 H2 → 4 H+ + 4 e ZnZn2+ + 2 e
Reduktion O2 + 4 e → 2 O2 2 H+ + 2 eH2

In beiden Reaktionen ist eine Teilreaktion enthalten, in der Wasserstoff umgesetzt wird. Bei der Knallgasreaktion wird Wasserstoff oxidiert, beim Auflösen von Zink in Salzsäure werden Protonen reduziert, wobei Wasserstoff entsteht. Bei der Reduktion von H+ zu H2 handelt es sich also um die Umkehrung der Oxidation von H2: Redox-Teilprozesse sind umkehrbar.

2H++ 2e H2

Alle Redox-Reaktionen sind prinzipiell reversibel, das Gleichgewicht liegt jedoch oft so weit auf der Seite der Produkte, dass die Rückreaktion praktisch nicht ablaufen kann. Um die Edukte zu erhalten, muss daher meist ein Umweg beschritten werden.

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