zum Directory-modus

Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 6 von 19

Chemie für Mediziner: Reaktionen der Stoffe

Verschiebung des Gleichgewichts durch Druckänderung

Eine Verschiebung des Gleichgewichtes ist - vor allem bei Reaktionen in der Gasphase - auch durch Änderung des Druckes möglich. Betrachten wir als Beispiel die Dimerisierung von NO2:

2NO2 N2O4

Bei der Reaktion ändert sich die Teilchenzahl. In einem geschlossenen System mit konstantem Volumen verringert sich zunächst der Druck, wenn NO2 dimerisiert. Sobald sich das Gleichgewicht eingestellt hat, bleiben die Konzentrationen von NO2 und N2O4 konstant und damit auch der Druck.

NO2 ist dunkelbraun gefärbt, N2O4 ist farblos. Die Farbe ist daher ein Maß für die Lage des Gleichgewichts. Je dunkler das Gasgemisch gefärbt ist, desto weiter liegt das Gleichgewicht auf der Seite des Eduktes, wäre das Gas farblos, läge reines Produkt (N2O4) vor.

Abb.1

Wird von außen der Druck erhöht, beeinflusst man damit die Lage des Gleichgewichts. Die Reaktion wird in Richtung Produkt verschoben, da hierbei die Teilchenzahl und damit das Volumen abnimmt. Das Gasgemisch wird heller.

Simulation des Experiments

Das Ausweichen des Gleichgewichts bei Druckerhöhung nennt man Prinzip des kleinsten Zwangs. Es tritt in ähnlicher Form auch bei Temperaturänderungen ein. Dieses Prinzip wurde 1887 von H. L. Le Châtelier und K. F. Braun formuliert und später nach den Entdeckern benannt.

Prinzip des kleinsten Zwangs:
Das Gleichgewicht verschiebt sich stets so, dass es dem äußeren Zwang ausweicht.
Seite 11 von 12