zum Directory-modus

Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 3 von 19

Elemente des Periodensystems für Mediziner

Exkurs: Physiologische Bedeutung der Alkalimetalle

Abb.1

Natriumionen sind die wichtigsten Kationen des Extrazellularraumes (ca. 142 mmolL-1 ). In der Zelle herrschen dagegen Kalium-Ionen vor, die Natriumkonzentration beträgt intrazellulär nur ca. 20 mmolL-1 . Dieses Konzentrationsgefälle wird durch aktiven Transport (d.h. unter ATP-Verbrauch) aufrechterhalten. Durch den Konzentrationsunterschied wird zwischen Cytoplasma und Extrazellularraum ein Ruhepotential aufgebaut.Bei der Reizleitung im Neuron wird durch Öffnen entsprechender Natrium- bzw. Kalium-Kanäle das Potential lokal kurzzeitig umgekehrt. Dieser elektrische Impuls wird dann weitergeleitet.

Der menschliche Organismus enthält etwa 140 g Kalium. 98 % finden sich intrazellulär und nur 2% im Extrazellularraum und im Blutplasma. Schwankungen des K+-Spiegels wirken sich in hohem Maße auf die Funktion der Zellen aus. Daher wird der Kalium-Gehalt des Plasmas in engen Grenzen gehalten. Kommt es zu einem Kalium-Überschuss (Hyperkaliämie), treten Parästhesien (Taubheitsgefühl) und Lähmungen auf, von denen auch der Herzmuskel betroffen sein kann. Es kommt dann zu Kammerflimmern oder Kammerstillstand: Herztod.

Ursache für einen Hyperkaliämie können Störungen der Kalium-Ausscheidung (z.B. bei Niereninsuffizienz oder Nierenversagen), Nekrosen größerer Zellverbände, Hämolyse oder intravenöse Zufuhr von Lösungen mit höherer Kalium-Konzentration sein. Letzteres kommt beispielsweise bei der Transfusion älterer Blutkonserven vor, da die Erythrocyten bei der Lagerung K+-Ionen freisetzen.

Seite 4 von 22