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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 3 von 19

Elemente des Periodensystems für Mediziner

Exkurs: Toxizität von Metallen: Arsen

Arsenit (As2O3) gehörte früher zu den beliebtesten Mordgiften, da es geruch- und geschmacklos ist. Erst seit der Einführung der Marshschen Probe um 1840 kann es zuverlässig nachgewiesen werden. Frühere Arsen-Vergiftungen blieben meist unaufgeklärt.

Eine akute Arsenvergiftung ruft innerhalb einer Stunde Leibschmerzen, Erbrechen und Durchfälle hervor. Infolge der damit einhergehenden Wasser- und Elektrolytverluste kann es zu Herz-Kreislauf-Versagen kommen.

Die Symptome chronischer Arsen-Vergiftungen sind weniger auffällig: dunkle Hautveränderungen, Haarausfall, Reizungen der Atemwege, Durchblutungsstörungen. Die weiteren Folgen sind Leberschäden, Muskelschwäche und Lähmungen sowie Störungen des Nervensystems und Krebs. Charakteristisch ist das Auftreten von hellen Mees-Streifen auf den Fingernägeln und Arsenkeratosen (warzenartige Hyperkeratosen) besonders an den Handflächen und Fußsohlen.

Abb.1
Mees-Streifen
Abb.2
Arsenkeratosen
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