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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 5 von 19

Chemie für Mediziner: Heterogene Gleichgewichte

Lösungswärme

Zum Aufbrechen der Ionenbindungen im Kristall wird beim Lösungsprozess Energie benötigt. Man bezeichnet diese Energie als Gitterenergie. Bei der Hydratation der nun isolierten Ionen durch das Lösungsmittel wird Energie frei: die Hydratationsenergie. Die Differenz aus beiden ergibt die Lösungswärme:

Definiton der Lösungswärme
Lösungswärme = Hydratationsenergie - Gitterenergie

Ist die Hydratationsenergie größer als die Gitterenergie, wird beim Lösen Energie frei, das Gemisch erwärmt sich. Im umgekehrten Fall kommt es zu einer Abkühlung. Muss zum Lösen viel Energie aufgewendet werden, beispielsweise bei Kaliumnitrat (KNO3) und Ammoniumnitrat (NH4NO3), steigt die Löslichkeit mit der Temperatur stark an. Salze mit kleinen Lösungswärmen, wie z.B. Kochsalz (NaCl), zeigen nur eine geringe Temperaturabhängigkeit der Löslichkeit.

Tab.1
SalzFormelLösungswärme
Ammoniumnitrat NH4NO3 25,7 kJmol-1
Kaliumnitrat KNO3 34,9 kJmol-1
Ammoniumchlorid NH4Cl 14,6 kJmol-1
Kochsalz NaCl 3,8 kJmol-1
Abb.1
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