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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 5 von 19

Chemie für Mediziner: Heterogene Gleichgewichte

Henry-Daltonsches Gesetz

Das Henry-Daltonsche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Dampfdruck einer flüchtigen Verbindung und deren Konzentration in einer Lösung:

p ( A ) / [ A ] = K
p ( A ) = K [ A ]
Abb.1

Das Henry-Daltonsche Gesetz wird vor allem bei Gasen angewandt. Mit seiner Hilfe kann beispielsweise der Gasaustausch in der Lunge beschrieben werden. Dabei wird die vom Blut aufgenommene Menge Sauerstoff und die abgegebene Menge CO2 wesentlich von den Partialdrücken dieser Gase in der eingeatmeten Luft beeinflusst.

Bei ausreichend hohem Druck können auch größere Mengen Stickstoff im Blut gelöst werden. Dies kommt beispielsweise bei Tauchern vor. Kommt es zu einem schnellen Druckabbau, beispielsweise durch schnelles Auftauchen, wird der gelöste Stickstoff wieder frei, es entstehen in den Blutgefäßen Gasblasen. Diese behindern den Blutstrom, bereits wenige Gasblasen können zum Tode führen. Als Taucherluft wird daher statt "natürlicher" = stickstoffhaltiger Luft ein Gemisch aus 21% Sauerstoff und 79% Helium verwendet. Die Löslichkeit von Helium ist auch bei hohem Druck sehr gering. Dennoch muss auf einen langsamen Druckabbau geachtet werden.

Der Austausch von O2 und CO2 zwischen Blut und den anderen Geweben und Organen unterliegt dagegen dem Nernstschen Verteilungssatz.

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