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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 5 von 19

Chemie für Mediziner: Heterogene Gleichgewichte

Flüssigkeiten

In einer Flüssigkeit ist die kinetische Energie der Teilchen im Vergleich zu einem Gas stark verringert. Die Teilchen werden durch intermolekulare Anziehungskräfte zu einem Verband zusammengehalten. Je nach Struktur des Stoffes wirken Van-der-Waals-Kräfte, Dipol-Dipol-Kräfgte oder Wasserstoff-Brücken zwischen den Molekülen. Die Stärke der Anziehungskräfte bestimmt die Flüchtigkeit und den Siedepunkt eines Stoffes.

Wie nahe die Teilchen einer Flüssigkeit im Vergleich zu einem Gas liegen, soll ein Gedankenexperiment verdeutlichen. Ein Liter Wasser wird vollständig verdampft und das Volumen des Gases bestimmt. Der Einfachheit halber soll angenommen werden, dass die Temperatur des Gases 100 °C beträgt und sich die Wassermoleküle bei dieser Temperatur wie ein ideales Gas verhalten.

Tab.1
1. Schritt: Stoffmenge n berechnen2. Schritt: Zustandsgleichung idealer Gase umformen
Molare Masse M: m/n = 18 g / mol Masse eines Liters Wasser: m ≈︀ 1000 g n = 1000 g / 18 g / mol = 55,56 mol V =n·R·T / p Allgemeine Gaskonstante R = 0,0831 L bar / mol K absolute Temperatur T = 373 K Druck p = 1,013 bar V = (55,56 mol·0,0831 L bar / mol K ·373 K) / 1,013 bar V = 1700 L

Die Teilchen nehmen im gasförmigen Aggregatzustand ein mehr als tausendfach größeres Volumen ein!

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