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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 12 von 19

Chemie für Mediziner: Kohlenwasserstoffe

Methan in der Atmosphäre

Kohlenwasserstoffe haben in der Atmosphäre unterschiedliche Wirkungen. Sie zählen zu den "Treibhaus-Gasen", d.h. sie absorbieren infrarotes Licht und führen damit zu einer Erwärmung der Atmosphäre. Sie reagieren aber auch mit Ozon, das dabei zersetzt wird.

Die jährliche Kohlenwasserstoff-Emission wird auf 5-10· 10 8 Tonnen geschätzt, 95% davon sind Methan. Etwa ein Drittel der Methan-Emission stammt aus natürlichen Quellen. Bestimmte Bakterien, die in feuchtem Milieu leben (Moore, Gewässer, Verdauungstrakt von Tieren) produzieren bei ihrem Stoffwechsel Methan. Ein weiteres Drittel ist unmittelbar anthropogen, d.h. es wird vom Menschen freigesetzt. Zu den Hauptquellen zählen Bergbau, Kohle-, Gas- und Ölförderung, Verbrennungsprozesse und Müllkippen (hier sind auch wieder Bakterien am Werk). Der Rest wird indirekt vom Menschen verursacht. Wiederkäuer nutzen bei der Verdauung methanproduzierende Bakterien, andere Bakterien sind beim (feuchten) Reisanbau nötig.

Abb.1
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