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Tutorial MenueChemie für MedizinerLerneinheit 4 von 19

Chemie für Mediziner: Chemische Bindung

Van-der-Waals-Kraft

Weichen die Elektronen eines Atoms für kurze Zeit von der Normallage ab, dann besitzt das Molekül ein momentanes Dipolmoment, welches in den Atomen eines Nachbarmoleküls ebenfalls ein momentanes Dipolmoment induziert. Vorübergehend bilden sich Regionen mit erhöhter oder erniedrigter Elektronendichte, was zu einer elektrostatischen Anziehung der Moleküle führt. Diese Wechselwirkungen werden als Van-der-Waals-Kräfte bezeichnet.

Abb.1
Schematische Darstellung vorübergehend polarisierter Atome. Der Effekt ist umso stärker, je größer die Elektronenhülle ist.

Die Van-der-Waals-Kraft nimmt mit der Oberfläche der Moleküle zu.Ein schönes Beispiel bietet der Vergleich der Siedepunkte des n-Pentans und des 2,2-Dimethylpropans (Neopentan).

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Abb.2
n-Pentan

Siedepunkt: 36°C

Abb.3
Neopentan

Siedepunkt: 10°C

Beide Moleküle haben die gleiche molare Masse, aber eine ganz andere Form. Weil das langgestreckte n-Pentan eine viel größere Oberfläche hat, um mit den Nachbarmolekülen in Wechselwirkung zu treten, liegt der Siedepunkt um 26°C höher als der des kugelförmigen Neopentans.

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