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Tutorial MenueMassenspektrometrieLerneinheit 10 von 14

Massenspektrometer - Der Massenanalysator

Das magnetische Sektorfeld

Abb.1

Das magnetische Sektorfeld ist der klassische Massenanalysator. Auch heute findet man noch viele Magnetfeldgeräte. Als Abkürzung zur Kennzeichnung dieses Massenanalysators hat sich B (abgeleitet von der physikalischen Bezeichnung der magnetischen Induktion) eingebürgert.

Das Kernstück eines Magnetfeld-Massenanalyators ist ein im Winkel von 60°, 90°, 120° oder 180° gebogenes Metallrohr, das unter Hochvakuum steht. Dieses Rohr wird zwischen die Pole eines starken permanenten oder elektrischen Magnetfeldes (ca. 1 T) gebracht. Die Ionen fliegen in das Rohr und werden aufgrund der wirkenden physikalischen Kräfte auf eine Kreisbahn gelenkt, deren Radius von ihrem Masse/Ladungsverhältnis abhängt.

Das Magnetfeld weist also für Ionen mit unterschiedlicher Masse eine dispergierende Wirkung auf. Diese Wirkung ist vergleichbar mit der eines Prismas auf polychromatisches Licht (in der optischen Spektroskopie), man spricht deshalb auch vom Monochromatorteil des Massenspektrometers.

Tab.1
Magnetisches Sektorfeld
VorteileNachteile
▪ Scangeschwindigkeit relativ groß ▪ robust ▪ hohe Empfindlichkeit aufgrund der guten Ionentransmission ▪ begrenzte Energiefokussierung der Ionen eines bestimmten m/z-Wertes (dadurch eingeschränktes Auflösungsvermögen) ▪ zugänglicher Massenzahlbereich begrenzt
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