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Tutorial MenueMassenspektrometrieLerneinheit 8 von 14

Massenspektrometer - Die Ionenquelle - FAB-Ionisation

Aussehen der FAB-Massenspektren

Man findet in den FAB-Spektren prinzipiell folgende Signale:

  • Signale des Analyten ((Quasi)-Molekülionen und einige Fragment-Ionen)
  • Untergrundsignale in Form protonierter Cluster der Matrix
  • gleichmäßig verteilte intensitätsschwache Untergrundsignale

Da das Matrixspektrum bekannt ist bzw. als Referenz gemessen werden kann, stört es bei der Auswertung der Spektren nicht. Probleme bei der Spektrenauswertung treten aber auf, wenn es zu Matrix-Analyt-Wechselwirkungen kommt. Diese hängen sehr stark von der Substanz ab und können damit nicht so leicht rechnerisch korrigiert werden.

1. FAB positiv

Diese Methode ist besonders geeignet für die Untersuchung von Verbindungen mit basischen funktionellen Gruppen. Unterstützt wird die Bildung positiver Ionen durch Verwendung einer aciden Matrix (Glycerol, Thioglycerol, Magic Bullet). Durch Zugabe von Säuren (z.B. Essig-, Trifluoressig- oder Phosphorsäure) kann man die Intensität positiver Ionen in den FAB-Spektren erhöhen, muss aber beachten, dass dabei Probleme aufgrund von Probenzersetzung auftreten können. Oft ist es empfehlenswert, durch Zusatz von Natrium- oder Kaliumsalzen Cluster-Ionen zu erzeugen, durch deren Massen man leichter auf das Molekülion der unbekannten Substanz schließen kann.

Bei der Messung der positiven Ionen werden hauptsächlich [M+H]+-Ionen und bereits bei Anwesenheit geringster Spuren an Natrium-Ionen [M+Na]+-Ionen beobachtet, aber auch [M+(Matrix)n]+-Ionen .

Abb.1
Decylamin in Glycerol

2. FAB negativ

Negative Ionen sollten bei FAB-Messungen immer dann detektiert werden, wenn saure funktionelle Gruppen (z. B. Carboxy-Gruppen) im Analyt enthalten sind. Gut geeignet ist hier eine basische Matrix wie Di- oder Triethanolamin.

Bei der Analyse der negativen Ionen findet man hauptsächlich [nM-H]--Ionen oder Adduktionen des Molekülions mit der Matrix oder negativ geladenen Zusätzen.

Abb.2
Benzoesäure in Triethanolamin (TEA), M=122 g/mol
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