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Tutorial MenueMassenspektrometrieLerneinheit 8 von 14

Massenspektrometer - Die Ionenquelle - FAB-Ionisation

Zusätze zu Matrixsubstanzen

Die Anzahl an vorgebildeten Ionen in der kondensierten Phase kann durch den Zusatz von Säuren, Basen oder Salzen zur Matrix gefördert werden. Als besonders günstig erwiesen hat sich die Zugabe von NaCl zu Verbindungen, die Hydroxy-, Ether- oder Ester-Gruppen enthalten. Dann bilden sich bevorzugt die Ionen [M+Na]+ bzw. [M+Cl]-. Die zugesetzte Substanz muss nach chemischen Gesichtspunkten ausgewählt werden.

Beispiel 1

Man kann durch Zugabe von Säuren zu Substanzen, die Amino-Gruppen enthalten, eine Protonierung der Amino-Gruppe erreichen. Je mehr Säure man zugibt bzw. je stärker die Säure ist, desto mehr verschiebt sich das Gleichgewicht der unten angegebenen Reaktion auf die Seite der protonierten Amino-Gruppen.

R-NH2+ H+A R-NH3++ A

Die Ionenbildung wird damit durch den Säurezusatz gefördert.

Beispiel 2

Durch den Zusatz von Salzen zu polaren Verbindungen wird die Ionenbildung gefördert. Bei Zusatz von Gemischen aus Natrium- und Kaliumsalzen (oder bei Anwesenheit dieser Ionen in der Probenmatrix!) beobachtet man in den Spektren ein Signalpaar mit der Differenz von 16 Masseneinheiten. Dieses Signal resultiert aus der Anlagerung von sowohl Na23+ als auch K39+.

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