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Tutorial MenueMassenspektrometrieLerneinheit 8 von 14

Massenspektrometer - Die Ionenquelle - FAB-Ionisation

Aufbau der Ionenquelle für FAB

Der Aufbau der Ionenquelle für die FAB-Ionisation ist dem für die Elektronenstoß-Ionisation sehr ähnlich. Zusätzlich befindet sich in der Ionenquelle eine Kanone zur Erzeugung des Atom- oder Ionenstrahls. FAB-Messungen werden in der Regel bei Raumtemperatur durchgeführt.

Zur Ionisation wird der Analyt (evtl. in einem Lösungsmittel gelöst) in die Matrix eingebracht. Die Matrix liegt im Überschuss vor. Wenige Mikroliter dieser Mischung werden auf einen Metallträger, das FAB-Target, aufgebracht. Dieser Träger besteht meist aus Kupfer oder Edelstahl und enthält oft eine zweite separate Probenmulde für die Referenzsubstanz. Das Target wird über ein Direkteinlass-System in die Ionenquelle eingebracht und mit Atom- oder Ionenstrahlen mit einer Energie von einigen keV beschossen. Dabei entsteht ein relativ intensiver Ionenstrom, der kontinuierlich ist, weil sich die vom Primärstrahl zerstäubte Oberflächenschicht ständig erneuern kann.

Abb.1
Aufbau der Ionenquelle für FAB

Die entstehenden Sekundär-Ionen werden mit Hilfe eines elektrischen Feldes extrahiert und dann in einem Blendensystem beschleunigt, fokussiert und in den Massananalysator überführt (Erklärung siehe Elektronenstoß-Ionisation / Beschleunigung der Ionen). Es werden zuerst Referenzsignale (das Spektrum der Matrix) und dann nach einer Drehung des Targets um 180° Probensignale erzeugt.

Zur Massenkalibrierung und als Referenzsubstanz für hochauflösende Messungen können anorganische Salze, z.B. NaI oder CsI, verwendet werden. Diese Salze liefern auch ohne die Verwendung einer Matrix einen intensiven Ionenstrom.

Ionisationsbox für die FAB-Ionisation (Foto)

Schubstange für die Probenzufuhr bei FAB (Foto)

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