zum Directory-modus

Tutorial MenueMassenspektrometrieLerneinheit 4 von 14

Massenspektrometer - Die Ionenquelle

Feldionisation und Felddesorption

Abb.1

Feldionisation (FI) und Felddesorption (FD) sind zwei Ionisationsmethoden, die auf dem gleichen Prinzip basieren. Beide zählen zu den weichen Ionisationsarten. Die Feld-Ionenquellen werden meist so konstruiert, dass sowohl Feldionisations- als auch Felddesorptionsexperimente durchgeführt werden können.

Dem Analyt wird durch ein starkes elektrisches Feld Energie zugeführt. Die erhaltenen Spektren zeigen wegen der meist geringen Überschussenergie und der sehr kurzen Aufenthaltszeit der Ionen in der Ionenquelle hauptsächlich Molekülionen.

Bei der Feldionisation handelt es sich um eine Gasphasenquelle, demzufolge ist diese Methode nur für im Vakuum unzersetzt verdampfbare Verbindungen anwendbar. Bei der Felddesorption wird die Probe direkt aus der kondensierten Phase mit Hilfe des elektrischen Feldes in Ionen überführt, es liegt also eine Desorptionsquelle vor.

Feldionisation und Felddesorption werden hauptsächlich für die sichere Bestimmung des Molekulargewichtes des Analyten verwendet. Es können z.B. Peptide, Kohlenhydrate, Polymere, organische und anorganische Salze oder organische Metallkomplexe untersucht werden. Heute werden diese Methoden allerdings oft durch die apparativ einfacheren FAB- oder Spray-Verfahren abgelöst.

Tab.1
Feldionisation und Felddesorption
VorteileNachteile
▪ geringe Fragmentierung ▪ sichere Bestimmung des Molekulargewichtes möglich ▪ wenig Strukturinformationen ▪ Gefahr der thermischen Zersetzung ▪ geringe Ionisationseffektivität (Ionenausbeute < 1 % im Vergleich zu anderen Methoden) ▪ experimentell aufwendig ▪ kostenintensiv (Emitterherstellung)
Seite 11 von 15