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Tutorial MenueMassenspektrometrieLerneinheit 2 von 14

Massenspektrometer - Das Einlass-System

Entwicklung der LC/MS-Kopplung

Zuerst wurde eine Methode entwickelt, bei der das LC-Eluat auf ein Transportband (engl. moving belt) aufgebracht wird. Auf diesem Transportband wird es in eine beheizte Kammer überführt, in der das Lösungsmittel verdampft. Anschließend gelangt die Substanz in die Ionenquelle und wird nach Verdampfung im Vakuum ionisiert (meist durch Elektronenstoß- oder Chemische Ionisation).

Da diese Methode für thermisch instabile Substanzen nicht anwendbar ist, versucht man, schonendere Ionisationsverfahren wie beispielsweise das Fast Atom Bombardement (FAB) einzusetzen. Die Kopplung erfolgt dabei mit der continuous flow-FAB-Methode.

Weitere Entwicklungen lieferten Verfahren, bei denen die Probe zu einem feinen Nebel versprüht wird. Zuerst wurde das Thermospray-Interface entwickelt. Da dieser Ionisationsprozess durch hohe Temperaturen unterstützt wird, kommt es auch hier zu einer starken thermischen Belastung der Probe.

Den Durchbruch für die Ionisation polarer Analyten brachte der Einsatz von Atmosphärendruck-Ionenquellen. Die Ionisation erfolgt dabei unter Normaldruck, die gebildeten Ionen werden dann zur Auftrennung in das Hochvakuumsystem des Massenanalysators überführt. Zur Analyse schwach polarer Substanzen hat sich das Partikelstrahl-Interface bewährt. Für niedermolekulare Analyten wird bevorzugt die Chemische Ionisation unter Atmosphärendruck eingesetzt. Die am häufigsten angewendete Ionisationstechnik ist das Elektrospray-Verfahren.

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