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Tutorial MenueKernresonanzspektroskopie (NMR)Lerneinheit 13 von 13

Anwendungen der NMR-Spektroskopie

MRT - Magnet-Resonanz-Tomographie

Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT, auch Magnetische Resonanztomographie, Kernspintomographie oder engl. Magnetic Resonance Imaging - MRI genannt) ist ein bildgebendes Verfahren mit großer Bedeutung in der klinischen Diagnostik, das auf dem gleichen Prinzip wie die NMR-Spektroskopie beruht.

Allgemeines

Unter Tomographie (griech. tomos "Schnitt", graphein "schreiben") im Allgemeinen versteht man Schichtaufnahmeverfahren, mit denen die räumliche Struktur eines Objektes ermittelt werden kann; Haupteinsatzgebiet ist die Medizin.

Beispiel

Emissions-Computer-Tomographie (ECT): Bildgebung durch schichtweise Strahlungsmessung vorübergehend angelagerter Radionuklide: Messung der Positronen-Abstrahlung aus 15O-Kohlendioxid → Positronen-Emissions-Computer-Tomographie (PET) Messung der Photonen-Abstrahlung aus 99Tc bzw. 123I → Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie (SPECT) Einsatz zum Nachweis von Störungen des Glucose- bzw. O2-Stoffwechsels und der Durchblutung

Computer-Tomographie (CT): Bildgebendes Verfahren auf Grundlage der Röntgenstrahlung

Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT): Bildgebendes Verfahren auf Grundlage der NMR-Spektroskopie

CT und MRT können sich teilweise ersetzen, teilweise liefern sie auch völlig unterschiedliche Aussagen. So ist die Computertomographie besser zur Beurteilung von Knochenschäden geeignet während die MRT besser Weichteilprozesse darstellen kann. Ein Vorteil der CT liegt in der schnelleren und weniger aufwändigen Durchführung und den niedrigeren laufenden Kosten. Dagegen tritt bei der MRT keine Strahlungsbelastung auf, die bei der CT recht erheblich sein kann. Außerdem ist es bei der MRT möglich, selbst ohne den Einsatz von Kontrastmitteln Gewebe, die in der CT nicht unterscheidbar sind, aufgrund ganz spezifischer Merkmale voneinander abzugrenzen.

Historisches

Die Anfänge der bildgebenden Verfahren mittels NMR-Spektroskopie gehen auf die Forscher Lauterbur und Mansfield zurück. Lauterbur erzeugte 1973 das erste NMR-Bild, Mansfield entwickelte anwendbare Abbildungstechniken, indem er die Signale mathematisch bearbeitete.

Im Jahr 2003 erhielten beide Wissenschaftler den Nobelpreis für Medizin.

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