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Tutorial MenueKernresonanzspektroskopie (NMR)Lerneinheit 10 von 13

Interpretation von NMR-Spektren anderer Kerne

29Silicium-NMR: Kopplungskonstanten

Da der Silicium-Kern mit vielen NMR-relevanten Kernen (z.B. 1H, 19F, 31P) koppelt, weisen die Kopplungen eine große Vielgestaltigkeit auf, was jedoch auch zur Komplizierung der Spektren und zu einer Verlängerung der Messzeit (die Intensität verteilt sich auf alle Signale) führen kann.

Daher werden Si-NMR-Spektren von protonenhaltigen Silicium-Verbindungen stets 1H-Breitband-entkoppelt aufgenommen. Die 1H-29Si-Kopplungskonstanten werden den 1H-NMR-Spektren entnommen. Die 1J Si-H liegen zwischen 70 und 400 Hz, die 2J Si-H zwischen 2 und 10 Hz.

Die Kopplungen des Si-Kerns mit den anderen Kernen werden im Allgemeinen nicht durch Entkopplungstechniken entfernt.

Beispiel

29Si-NMR-Spektrum (1H-Breitband-entkoppelt) von (CH3F2Si)2

Abb.1

Das Si-Signal erscheint bei -2,8 ppm. Das Spektrum wird durch die Kopplungen zwischen Silicium und Fluor geprägt. Die Si-F-Kopplung über eine Bindung liegt bei 334 Hz, es kommt zu einer Aufspaltung des Si-Signals in ein Triplett (Kopplung mit zwei F-Kernen; im Bild blau gezeichnet). Jedes dieser Signale wird aufgrund der Si-F-Kopplung über zwei Bindungen (2J Si-F = 53 Hz) wiederum in ein Triplett aufgespalten.

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