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Tutorial MenueKernresonanzspektroskopie (NMR)Lerneinheit 10 von 13

Interpretation von NMR-Spektren anderer Kerne

19Fluor-NMR-Spektren

Der 19F-Kern ist genau wie der 1H-Kern außerordentlich gut für die NMR-Spektroskopie geeignet, da es sich um einen Spin-1/2-Kern mit einem positiven gyromagnetischen Verhältnis und einer natürlichen Häufigkeit von 100% handelt.

Tab.1
Kerneigenschaften
KernInatürliche Häufigkeit in %γ · 10-8 in T-1s-1relat. EmpfindlichkeitMessbarkeit
1H 1/2 99,985 2,6738 1,00 sehr gut
19F 1/2 100 2,5161 8,33 · 10 1 sehr gut

Als Vorteil Im Vergleich zu den Protonen erweist sich der wesentlich höhere Bereich der chemischen Verschiebungen, er ist ungefähr 100 mal so groß (ca. 12 ppm bei 1H, ca. 1200 ppm bei 19F).

Da allerdings das Element Fluor weit weniger häufig als Wasserstoff in chemischen Verbindungen zu finden ist, ist natürlich der Stellenwert der 19F-NMR-Spektroskopie deutlich niedriger als der 1H-NMR.

19F-NMR-Spektren sind häufig Spektren höherer Ordnung, da die Kopplungskonstanten sehr groß sein können.

Angewendet wird die 19F-NMR-Spektroskopie neben der althergebrachten Strukturaufklärung auch in modernen Bereichen der Wissenschaft wie der Biochemie, für in vivo- Untersuchungen und in der Kernspintomographie.

Standardverbindung

Als Standardsubstanz (vgl. TMS bei 1H, 13C, 29Si) wird in der 19F-NMR-Spektroskopie hauptsächlich Trichlorfluormethan (CCl3F, δF=0 ppm) verwendet. Das 19F-Signal dieser Referenzsubstanz weist durch den Isotopeneffekt von 35Cl und 37Cl eine Linienaufspaltung auf.

Abb.1
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