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Tutorial MenueKernresonanzspektroskopie (NMR)Lerneinheit 10 von 13

Interpretation von NMR-Spektren anderer Kerne

17O-NMR: Kopplungskonstanten

Aufgrund der breiten Linien in den 17O-NMR-Spektren sind bis auf einige wenige Ausnahmen (z.B. 2J OH in Methanol) nur Kopplungskonstanten über eine Bindung zwischen dem 17O-Kern und anderen Kernen (z.B. 1H-, 19F-, 31P-) bestimmt worden.

Diese sind jedoch recht aussagekräftig, da unterschiedliche Bindungszustände am betrachteten O-Atom, veränderte Bindungswinkel und Substituenteneinflüsse empfindlich widergespiegelt werden.

Zum Beispiel ist 1J P-O kleiner als 1J P=O , da sich die s-Bindungsordnung erhöht hat.

Beispiel

17O-NMR-Spektrum mit P-O-Kopplungen

Abb.1

Im Spektrum sind drei Signale für die drei nicht äquivalenten Sauerstoff-Atome zu sehen. Das mittlere Signal der beiden Ring-Sauerstoffe hat doppelte Intensität. Jedes Signal ist in ein Dublett aufgespalten, da hierbei die P-O-Kopplung über eine Bindung sichtbar wird.

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