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Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 15 von 19

Raman-Gerätetechnik

Dispersive Raman-Geräte

Dispersive Raman-Geräte zerlegen das von der Probe gestreute Licht üblicherweise mit einem Gitter. Die Detektion kann auf verschiedene Weise erfolgen:

  • frequenzsensitiver Modus (single channel): Das nach den Wellenlängen aufgetrennte Licht wird durch Drehung des Gitters an einem Spalt an dem Detektor vorbeigeführt. Die Intensität jeder Wellenlänge wird folglich nacheinander registriert.
  • positionssensitiver Modus (multi channel): Für diesen Messmodus benötigt man einen Detektor der einen bestimmten Wellenzahlenbereich simultan erfassen kann, z.B. einen CCD-Detektor.

Das gestreute Licht muss in dispersiven Raman-Geräten mehrere Spalte durchqueren, was zu einer Verringerung der Signalintensität führt. Dieser Nachteil wird durch den Einsatz des multi-channel Modus etwas ausgeglichen, da alle Wellenzahlen über die Messzeit akkumuliert werden.

Ein großer Vorteil dispersiver Raman-Geräte besteht in der Vielzahl der einsetzbaren Laserquellen überwiegend im sichtbaren Spektralbereich. Fluoresziert z.B. eine Substanz, so kann schon der Wechsel der Erregerlinie zu einem auswertbaren Spektrum führen. Des Weiteren ergeben die Wellenlängen im sichtbaren Bereich höhere Raman-Intensitäten als die bei den FT-Raman-Geräten genutzte Anregung mit Wellenlängen im nahen Infrarotbereich.

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