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Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 8 von 19

Interpretation von Verbindungen mit Stickstoff und Schwefel

Verbindungen mit Stickstoff und Schwefel

Stickstoff- und Schwefelverbindungen zeigen sowohl in den IR- als auch Raman-Spektren häufig sehr charakteristische Banden, so dass die Identifizierung dieser Stoffklassen oft vereinfacht wird. Der Grund für das Auftreten dieser charakteristischen Banden ist zum einen in der Ausbildung von Doppel- und Dreifachbindung durch die Stickstoffatome zu sehen. Bei den Schwefelverbindungen hat der Masseneffekt aufgrund der relativ großen Masse des Schwefels im Vergleich zu Kohlenstoff und Wasserstoff Einfluss auf die Spektren.

Folgende Verbindungen werden betrachtet:

  • Amine
  • Nitro-Verbindungen
  • Nitrile
  • Verbindungen mit CN-Dreifachbindungen
  • Isocyanate
  • Isothiocyanate
  • Sulfide
  • Thiole
Hinweis
Abkürzungen und Bezeichnungen:
Folgende Schwingungsbezeichnungen werden im Folgenden verwendet:
  • Valenzschwingung: ν
  • symmetrische Valenzschwingung: ν s
  • antisymmetrische Valenzschwingung: ν as
  • Deformationsschwingung: δ
  • symmetrische Deformationsschwingung: δ s
  • antisymmetrische Deformationsschwingung: δ as
Dreiatomige Gruppen, z.B. -CH2, führen Bewegungen gegen den Rest des Moleküls aus, die folgende Bezeichnung haben:
  • rocking: ρ
  • twisting: τ
  • wagging: ω
Auf den folgenden Seiten werden häufig relative Intensitäten von IR- und Raman-Banden mit folgenden Abkürzungen angegeben:
  • sst: sehr stark
  • st: stark
  • m: mittel
  • w: schwach
  • ia: inaktiv
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