zum Directory-modus

Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 3 von 19

Methoden zur Beobachtung von Molekülschwingungen

Polarisierbarkeit

Die Polarisierbarkeit ist ein Maß der Deformierbarkeit der Elektronenhülle von Molekülen und Atomen unter Einwirkung eines elektrischen Feldes. Unter der Wirkung eines elektrischen Feldes werden die Elektronen zum positiven und die Atomkerne zum negativen Pol des Feldes verschoben, das Molekül wird bis zu einem gewissen Grad verzerrt.

Bitte Flash aktivieren.

Abb.1
Mit freundlicher Genehmigung der VCH Verlagsgesellschaft mbH, Weinheim, entnommen aus Infrared and Raman Spectroscopy edited by B. Schrader (1995); S. 20, Abb. 2.4.-3

Durch diese Ladungsverschiebung wird ein Dipolmoment induziert. Das induzierte Dipolmoment μind ist der Feldstärke E proportional und hängt auch davon ab, wie leicht es gelingt, das Molekül zu verzerren.

Hierbei gilt:

μind = α E

Dabei ist α die Polarisierbarkeit.

Eine Schwingung ist dann Raman-aktiv, wenn sich die Polarisierbarkeit der Elektronenhülle des Gesamtmoleküls während der Schwingung ändert. Es muss sich also die Größe, Form oder Orientierung des Polarisierbarkeitsellipsoids ändern. Dabei muss sich das Polarisierbarkeitsellipsoid im Zustand der beiden maximalen Auslenkungen (Schwingungsendzustände) der Schwingung unterscheiden.

Seite 7 von 12