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Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 11 von 19

Probenvorbereitung in der IR-Spektroskopie

Probenvorbereitung für feste Substanzen

Die Wahl der Technik der Probenvorbereitung für feste Substanzen hängt in erster Linie von der Beschaffenheit der zu untersuchenden Probe, also von ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften, ab.

Eine Standardpräparationstechnik für feste Substanzen ist das Lösen des Feststoffs in einem geeigneten Lösungsmittel (siehe Abschnitt "Lösungen"). Der Vorteil dieser Methode ist, dass genaue quantitative Untersuchungen durchgeführt werden können.

Feststoffe können auch direkt spektroskopiert werden. Eine einfache und auch gebräuchliche Methode hierfür ist die KBr-Presstechnik. Sie eignet sich hervorragend für die Untersuchung an pulverisierbaren Feststoffen. Ein Nachteil ist allerdings, dass genaue quantitative Untersuchungen kaum möglich sind, da die Schichtdicke schlecht reproduzierbar ist. Des Weiteren muss darauf hingewiesen werden, dass Kaliumbromid bzw. allgemein die Alkalihalogenide polare Substanzen sind, die Wechselwirkungen mit dem zu untersuchenden Feststoff eingehen können.

Das Verfahren der Suspensionstechnik wird z.B. dann angewendet, wenn die KBr-Presstechnik zu keinem befriedigenden Ergebnis führt. Die zu untersuchende Substanz wird mit einem flüssigen Einbettungsmittel verrieben und als Suspension vermessen.

Für die Untersuchung von Polymeren bietet sich die Herstellung von Filmen an. Folgende Techniken stehen zur Verfügung:

  • Filme aus der Schmelze
  • Herstellung der Filme durch Warmverpressen
  • Präparation von Filmen aus der Lösung
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