zum Directory-modus

Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 10 von 19

Einfluss der Messparameter auf IR-Spektren

Spektrale Auflösung

Der wichtigste Parameter bei der Registrierung von IR-Spektren ist die spektrale Auflösung. Nach dem Rayleigh-Kriterium gelten zwei monochromatische Spektrallinien von annähernd gleicher Intensität als aufgelöst, wenn die Intensität zwischen den Maxima beider Linien auf mindestens 80 % gefallen ist.

Abb.1
Rayleigh-Kriterium

Im Allgemeinen gilt, dass die Auflösung kleiner gewählt werden muss, als die Halbwertsbreite (HWB) der Banden. Ansonsten werden Banden künstlich verbreitert, wobei aber die Fläche unter den Banden weitgehend erhalten bleibt.

Beispiel

Ausschnitte der IR-Spektren von Benzoesäuremethylester:

Abb.2
Tab.1
Abhängigkeit der Flächen der Absorptionsbanden von der Auflösung
Auflösung: 2 cm-1 Auflösung: 4 cm-1 Auflösung: 8 cm-1 Auflösung: 16 cm-1
Höhe h: 0,3 HWB: 5,79 Fläche: 2,08 Höhe h: 0,24 HWB: 9,95 Fläche: 2,04 Höhe h: 0,18 HWB: 13,99 Fläche: 1,89 Höhe h: 0,11 HWB: 33,34 Fläche: 1,80

Bei zu groß gewählter Auflösung gehen Informationen, wie die Aufspaltung von Banden, verloren.

Abb.3
IR-Spektren des Benzoesäuremethylesters

Auswirkungen der spektralen Auflösung auf IR-Spektren

Die optimale Auflösung für ein analytisches Problem kann oft nur durch Probieren gefunden werden.

Spektrale Auflösung dispersiver Geräte

Spektrale Auflösung von FT-IR-Geräten

Seite 2 von 4