zum Directory-modus

Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 9 von 19

IR-Gerätetechnik

Zweistrahlgerät

Der Vorteil von Zweistrahlgeräten in der IR-Spektroskopie ist, dass Referenzspektrum und Probenspektrum zeitgleich aufgenommen werden. Dadurch werden zum einen die von der Wellenlänge abhängige Intensität der IR-Strahler und zum anderen die Störungen, die atmosphärisches Wasser oder Kohlendioxid hervorrufen, kompensiert.

Abb.1
Bildung des Transmissionsspektrums

Die Strahlung der IR-Quelle wird in zwei Strahlen aufgespalten. Ein Strahl passiert die Referenz (z.B. leere Küvette), der andere Strahl geht durch die Probe. Durch einen Sektorspiegel oder Chopper wird abwechselnd der Referenzstrahl und der Probenstrahl auf den Detektor geleitet. Die Quotientenbildung (Probenspektrum/Referenzspektrum) erfolgt heute auf elektronischem Weg. Die am Detektor auftreffende Referenz- und Probenstrahlung wird digitalisiert und im Computer verarbeitet. Ältere Geräte nutzen ein Verfahren, das als optischer Nullabgleich bezeichnet wird. Hierzu wird eine Kammblende in den Referenzstrahl geschoben. Die Intensität des Referenzstrahls wird mit dieser Kammblende so reguliert, dass sie immer mit der Intensität des Probenstrahls übereinstimmt. Ein Schreiber zeichnet die Bewegung der Kammblende auf und dient als Maß für das Absorptionsverhalten der Probe.

Abb.2
schematische Darstellung eines Zweistrahlspektrometers

Der Monochromator kann in dispersiven IR-Spektrometern vor oder auch hinter der Probe angeordnet sein.

Animation zum Zweistrahlprinzip

Seite 12 von 13