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Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 7 von 19

Interpretation von C,H,O-Verbindungen

Anhydride

Anhydride von Carbonsäuren sind anhand zweier starker Banden im IR-Spektrum (im Raman-Spektrum nur schwach) einfach zu erkennen. Diese Banden werden durch die Carbonyl-Gruppe verursacht, die sowohl eine symmetrische als auch eine antisymmetrische Schwingung verursacht. Bei gesättigten nichtcyclischen Anhydriden tritt die symmetrische C=O-Valenzschwingung bei ca. 1.820cm-1 und die antisymmetrische C=O-Valenzschwingung bei ca. 1.750cm-1 auf. Die Bande bei höheren Wellenzahlen ist dabei die intensivere. Man beachte, dass bei den Anhydriden die symmetrische Schwingungsform im Vergleich zur antisymmetrischen die energiereichere Schwingung darstellt.

Abb.1
Infrarot- und Raman-Spektrum von Propansäure (Propionsäure) als Beispiel für ein gesättigtes nichtcyclisches Carbonsäureanhydrid
Tab.1
Bandenlagen der Schwingungen verschiedener Carbonsäureanhydride
Carbonsäureanhydrid-Art ν s (C=O)-Wellenzahl in cm-1 ν as (C=O)-Wellenzahl in cm-1]
nichtcyclisches ungesättigtes Anhydrid1.780 bis 1.7701.725 bis 1.715
cyclisches gesättigtes Anhydrid1.870 bis 1.8501.800 bis 1.770
cyclisches ungesättigtes Anhydrid1.860 bis 1.850 1.780 bis 1.760

Bei cyclischen Anhydriden zeigen die Banden der symmetrischen Carbonyl-Schwingung eine geringere Intensität als die der antisymmetrischen Carbonyl-Schwingung.

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