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Tutorial MenueIR- und Raman-SpektroskopieLerneinheit 6 von 19

Einführung in die Interpretation von IR- und Raman-Spektren

Charakteristische Gruppenfrequenzen

Ein Molekül besitzt viele Schwingungsmöglichkeiten, an denen streng genommen alle Atome teilnehmen. Es gibt jedoch auch Schwingungen, die auf einzelne Strukturelemente der Moleküle zurückzuführen sind. Diese Schwingungen nennt man charakteristische Gruppenfrequenzen. Solche Schwingungen sind in den Spektren dann zu beobachten, wenn nur eine geringe Kopplung zwischen der zu betrachtenden Atomgruppe und dem Rest des Moleküls auftritt. Eine geringe Kopplung ist dann gegeben, wenn sich die charakteristische Frequenz stark von der Frequenz der benachbarten Bindung unterscheidet. Gemäß unten stehender Gleichung ist dies der Fall, wenn sich die Kraftkonstanten oder die Massen der an den Bindungen beteiligten Atome stark unterscheiden.

ν = 1 2 π k μ ν - Frequenz k - Kraftkonstante μ - reduzierte Masse

Aufgrund empirischer Daten und theoretischer Ableitungen schließt man auf das Vorhandensein bestimmter Strukturgruppen. So kann die Anwesenheit oder Abwesenheit von z.B. Carbonyl-Gruppen, Hydroxy-Gruppen, Amino-Gruppen, Nitrilen, oder auch von aromatischen Systemen auf den ersten Blick erkannt werden.

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