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Tutorial MenueChromatographieLerneinheit 3 von 9

Hochdruckflüssigchromatographie (HPLC)

Arten von HPLC-Säulen - Teil 2

Ausschlusschromatographische Säulen

Die Ausschlusschromatographie (auch Gelpermeationschromatographie) benötigt spezielle Säulen. Sie sollen die Trennung der Probemoleküle nach ihrer Größe ermöglichen. Unter der Molekülgröße wird dabei das Volumen des gequollenen, knäuelförmigen Moleküls verstanden (= effektive Molekülgröße im Lösungsmittel). Die Trennung erfolgt mit Hilfe der Spezialsäulen aus Styrol-Divinylbenzen-Copolymeren über die Porengröße. Chemisch-physikalische Wechselwirkungen mit der stationären Phase sind nicht erwünscht. Das verwendete Lösungsmittel verweilt am längsten, da es das kleinste Molekül ist und am tiefsten in die Poren gelangen kann. Bei der Ausschlusschromatographie eluieren die Analyten alle vor der Totzeit des Systems. Sie zeigt sich durch einen Injektionspeak.

Ausschlusschromatographie dient häufig der Molekulargewichtsbestimmung von Polymeren, da die effektive Molekülgröße in Lösung innerhalb einer Stoffgruppe dem Molekulargewicht proportional ist.

Ionenchromatographische Säulen

Mit den Säulen für die Ionenchromatographie werden ionisch vorliegende Verbindungen (anorganisch und organisch) getrennt. Die Eluenten sind dementsprechend überwiegend wässrig, mit Pufferzusätzen und anderen Modifiern. Als Säulenmaterial werden Kunststoff-Austauscherharze verwendet.

Tab.1
Beispiel für Ionenaustauscher
ZweckAktive GruppeStruktur
Anionen-Austausch quarternäre Ammonium-Gruppen primäre Ammoium-Gruppen -N(CH3)3+OH- -NH3+OH-
Kationen-Austausch Sulfonsäure-Gruppe Carbonsäure-Gruppe -SO3-H+ -CO2-H+

Affinitätschromatographische Säulen

Diese Art von Säulen gehört zu den spezifischen Säulen. Auf einem Trägermaterial sind Biomoleküle (Proteine) fixiert, die nur mit ganz speziellen Inhaltsstoffen der Probe wechselwirken können. Nur solche Analyten, die in dem aktiven Zentrum der Proteine eine geeignete Wechselwirkungsumgebung vorfinden, verweilen auf der Säule. Alles andere fließt vorbei. Durch einen Eluentenwechsel, z.B. pH-Wertänderung, wird dann dieser festgehaltene Analyt wieder freigesetzt.

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